Zurückblicken, nicht vergessen: Eindrücke aus Dachau
Das KZ Dachau wurde im Jahre 1933 als erstes Konzentrationslager gebaut und diente als Modell für spätere Lager.
Es wurde zur Inhaftierung politischer Gegner, zur Zwangsarbeit und zur Ausbildung der SS-Beamten bis 1945 genutzt.
Heute ist es eine Gedenkstätte und ein Mahnmal der Verbrechen im Dritten Reich unter Adolf Hitler. Diese Gedenkstätte besuchten wir, die Klassen 9 c und 9 dM, am 11.03.2026.
Nachdem wir eine erschütternde Dokumentation über das KZ angesehen hatten, wurde uns eine Führung zugeteilt, die uns über das Gelände führte. Sie erklärte und zeigte uns sehr viele Dinge über die schreckliche Zeit damals. Am Anfang erklärte sie uns den Aufbau des Konzentrationslagers und welche Personen darin inhaftiert wurden. Anschließend gingen wir zu dem Verwaltungsgebäude, in dem die Inhaftierten ihre Namen gegen Nummern austauschen mussten, gereinigt wurden und ihre persönlichen Gegenstände abgeben mussten. Danach wurden wir in das Gefängnis geführt, wo die Inhaftierten bestraft wurden, z. B. mit Einzelhaft in einem engen Raum oder mit Schlägen. Es war sehr beklemmend.
Später liefen wir über den Appellplatz, auf dem die Menschen teilweise stundenlang morgens und abends stehen mussten. Unvorstellbar!!
Im Anschluss gingen wir zu den kleinen Baracken, in denen oft bis zu 400 Menschen dicht an dicht schlafen mussten. In diesen waren auch Toiletten und Waschbecken von früher zu sehen.
Darauffolgend liefen wir zum Krematorium, in dem die Verstorbenen verbrannt wurden.
Wir konnten auch einen Blick auf die Gaskammer werfen, die aber nie wirklich in Betrieb genommen wurde. Die Asche der Verstorbenen wurde im Umkreis vergraben, dieser Bereich wurde später als Friedhof gekennzeichnet zur Erinnerung an die Verstorbenen.
Am Ende zeigte uns die Führung ein Bild von einem Überlebenden, der die Gedenkstätte vor Längerem besucht hatte. Dieser meinte, dass die heutige Generation nichts mehr für die Verbrechen von damals könne, aber verantwortlich dafür sei, dass sowas nicht noch einmal passieren dürfe. Diese Verantwortung muss unserer Generation übernehmen!
Wir erfuhren viel über die schlimme Zeit von damals und sind froh, dass wir so etwas nicht erleben müssen.
Insgesamt war es ein sehr interessanter und spannender Tag.
